Ausbildung des Wachtelhundes

Prägungsphase/Wecken der jagdlichen Anlagen/Früherziehung

Im Welpen- und Junghundealter ist es für eine ernsthafte “Abrichtung” des Wachtelhundes noch zu früh. Dies heisst aber nicht, dass der Hundeführer untätig bleiben soll und kann. Seine Aufgabe liegt jetzt darin, die Anlagen des jungen Hundes zu wecken, ihn mit verschiedenen Arten von Wild vertraut zu machen und seine Nasenleistung zu fördern. Ebenso wichtig sind soziale Kontakte mit anderen Welpen bzw. Junghunden. Eine hervorragende Gelegenheit dazu sind Welpenspieltage, die vom Verein oder Züchter veranstaltet werden können. Bilder vom Welpenspieltag der Landesgruppe
B-W.-Nord im Juni 2005:

Hundeführer

Welpenspieltag

Welpenspieltag

Welpenspieltag

Welpenspieltag

Welpenspieltag

Roland Rumpel

Vorbereitung auf die VDW-Jugendprüfung

Auf der Jugendprüfung (JP) des VDW soll der junge Wachtelhund seine Anlagen zeigen, die er durch Vererbung von seinen Eltern und Vorfahren erhalten hat. Es handelt sich hierbei also nicht um eine Dressurprüfung wie die Eignungsprüfung Brauchbarkeit (EPB) oder die Gebrauchsprüfung (GP), sondern um eine sogenannte Anlagenprüfung.
Wir müssen unseren Wachtelhund also so auf die Prüfung vorbereiten, dass er s eine natürlichen Anlagen als Jagdhund für die Richter sichtbar unter Beweis stellen kann.
 
Hasenspur
Den absolut größten Raum nimmt bei der JP die Prüfung auf der Hasenspur ein -> siehe Beschreibung JP. In Vorbereitung darauf solte der Hund ein halbes Dutzend guter Hasespuren gearbeitet haben und den Ablauf der Hasenarbeit kennen. Aber bitte nicht auf Sicht jagen lassen! Vor Sichthetzen muss hier unbedingt gewarnt werden, denn damit kann der Hund für die JP verdorben werden. Richtig ist es, den Hasen zunächst laufen zu lassen, ohne dass der Hund diesen eräugen kann (z.B. durch Abdecken der Augen oder Niederdrücken des Kopfes). Ist der Hase außer Sichtweite, wid der Hund zur Spur geführt. Meist kann dem Führer von den Richtern die Sasse des Hasen gezeigt werden. Der Hund sollte aber nicht direkt an der Sasse angesetzt, d.h. geschnallt werden, sondern etwa 3-5 Meter nach der Sasse in die Richtung, in die der Hase gelaufen ist. Damit verhindert man, dass sich der Hund evtl. an der großen Duftwolke um die frische Sasse festsaugt und dann nicht mehr “wegkommt”. Hat der Führer den Hund geschnallt, kann er eigentlich nur noch die Arbeit des Hundes beobachten - wie lange und wie weit der Wachtelhund die Spur voranbringen wird, entscheiden seine Anlagen. Auch der Spurlaut wird bei der Hasenarbeit (und nur da) bewertet.

Wasserfreude
Beim Prüfungsfach Wasserfreude soll der Hund auf Kommando unverzüglich das Wasser freudig annehmen. An dieser Aufgabe scheitern relaiv viele Führer . Meist kommt es zu einem Punktabzug, weil der Führer Steine, Stöcke oder andere Hilfsmittel zur Hife nehmen muss. Letztlich ist es gar nicht so einfach, den Hund ohne entsprechenden Anreiz in ein fremdes Wasser zu schicken. Oft beginnt der Hund am Uferrand zu suchen, sobald er von der Leine gelassen wird. Oft saßen dort ja noch bis wenige Minuten vor der Prüfung Enten oder Gänse im Sonenschein! Mit einem Trick kann man den Hund aber so trainieren, dass er  sofort ins Wasser schwimmen wird.
Der häufigste Ausbildungsfehler, der im Vorfeld mit der Wasserfreude gemacht wird und leider auch in vielen Hundekursen vermittelt wird, ist das Werfen der Ente ins Wasser vor dem Hund. Übt man dies immer und immer wieder, wird der Hund am Ende immer brav darauf warten, dass jemand die Ente (oder einen Ersatzgegenstand) ins Wasser wirft (optischer Reiz) oder dass es zumindest “pflatsch” macht (akustischer Reiz). Dies führt dazu, dass an der JP dann Steine ins Wasser geworfen werden müssen, da ansonsten der Hund nur am Wasserrand herumbögelt. Nebenbei bemerkt wird es mit derartig eingearbeiteten Hunden auch nicht möglich sein, eine geflügelte Ente aus einem, dem Ufer gegenüberliegenden Schilfgürtel zu holen, wenn die Schwimmspur erst weit vom Ufer entfernt beginnt.
Übrigens, dass man die Wasserfreude von Hunden nicht dadurch erhöht, indem man zögerliche Welpen ins Wasser wirft, sollte sich mittlerweile eigentlich überall herumgesprochen haben.

[Home] [Photo-Galerie Hanni] [Welpeninfo] [D-Wurfchronik] [Termine/Formulare] [Vereinsprüfungen] [Zuchtwert] [Ernährung & Pflege] [Lektüre] [Ausbildung] [Welpenspieltag] [Links] [Zuchtschau Bad Blankenburg 2006] [Archiv]